Sozialforum München
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Forum Eurokrise:
Solidarität mit Griechenland




Die von der Troika (aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfond) aufgezwungene Sparpolitik hat Griechenland in eine tiefe Krise geführt, die nur mit der Zeit der deutschen Besatzung und des anschließenden Bürgerkriegs verglichen werden kann.
Zwischen 2010 und 2015 (sechs Jahre Rezession in Folge) ist die Wirtschaftsleistung (BSP) um mehr als 25 % geschrumpft. Die Arbeitslosigkeit hatte Ende 2013 die Marke von fast 30 Prozent erreicht, drei Mal so viel wie noch 2009 (vor der Krise); bei den jungen Leuten unter 25 lag sie bei etwa 60 Prozent. Seit 2010 sind die Löhne und Renten zwischen einem Drittel und 60% gefallen. Die Kaufkraft der Bevölkerung wurde in fünf Jahren um 40% reduziert. Fast ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze (665 Euro).
Neben der katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Situation musste das Land und seine Bevölkerung eine noch nicht dagewesene Flüchtlingskrise bewältigen. Mehr als 850.000 Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten (überwiegend Syrien, Irak, Afghanistan) sind im Jahr 2015 auf die griechischen Ägäis-Inseln angekommen und konnten ihre Flucht in weitere europäische Länder fortsetzen. Seit Anfang 2015 wurden mehr als 94.000 Flüchtlinge von der griechischen Küstenwache und mit dem Engagement vieler ausländischer freiwilligen Helfern aus dem Meer gerettet. Durch die menschenfeindliche Schließung der Balkanroute wurde Griechenland zu einem riesigen Flüchtlingslager gemacht. Über 54.000 Flüchtlinge, darunter 40% Kinder (Stand: 25. April 2016) werden durch Stacheldraht und hartes Eingreifen der Grenztruppen der nördlichen Nachbarn Griechenlands an ihrer Weiterreise gehindert. In vielen vom Staat organisierten Unterkünften aber auch nicht genehmigten Camps, wie Idomeni und im Hafen von Piräus, werden die Flüchtlinge von vielen freiwilligen Helfern aus Griechenland und aus dem Ausland betreut.
Das Forum Eurokrise im Sozialforum München unterstützt das selbstorganisierte und selbstverwaltete Gesundheitszentrum von Ellinikon („Soziale Praxis Ellinikon“) am alten Flughafen von Athen. In den letzten Monaten, mit der Zuspitzung der Flüchtlingskrise engagiert sich die soziale Praxis Ellinikon auch bei der Erstversorgung der Flüchtlinge und Migranten. Ein Großteil der gesammelten Sachspenden (Medikamente, Hygieneartikel, Babynahrung, Kinderkleidung u.a.) werden weitergereicht an Initiativen, die Flüchtlinge im ganzen Land betreuen. Mit ihren freiwilligen Ärzten beteiligt sich die soziale Praxis Ellinikon bei der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge am Hafen von Piräus, in den Aufnahmelagern auf dem benachbarten Flughafengelände Ellinikon und bei weiteren Lagern in Attika. Über eine Postkartenaktion und zahlreiche Infostände hat das Forum Eurokrise in der letzten Zeit über 20.000 Euro für dieses Zentrum gesammelt. Dafür wurden in einer sozialen Apotheke in Athen dringend benötigte Medikamente eingekauft und übergeben. Auch zukünftig werden wir das tun!!!
Machen Sie mit! Wir treffen uns in der Regel jeden 3. Montag im Monat.
Die Treffen sind meist im KDA (KDA - Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt: Ludwigsvorstadt, Schwanthalerstr. 91, U4/5 Theresienwiese), siehe Terminkalender
Kontakt: info@m-sf.de
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Hans-Peter Gase
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BIC GENODEF1S04
Verwendungszweck „Griechenland“
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