Alle derzeitig vertretenen Konzepte, die wirtschaftliche Krise zu überwinden, ändern wenig an der Spirale schrumpfender Einkommen, Steuereinnahmen, Investitionen und mangelnder Nachfrage. Wenn also weniger Geld von „oben“ zu erwarten ist, warum sollten dann nicht die Bürger von „unten“ her Austausch und Strukturen schaffen, die wieder mehr Kaufkraft in die Geldbörse bringen?
Anfangs wird eine brasilianische Großstadt gezeigt, die durch Engagement und Vernetzung ihrer Bürger das Durchschnittseinkommen verdoppelt hat plus Gewinne für Umwelt und Kultur. Mittels bewährter Tausch- und Handelsmodelle in der Region können auch bei uns Bürger neue Kaufkraft gewinnen sowie Nachbarschaft und regionale Kreisläufe stärken. Dies ist auf mehreren Ebenen der Bedürfnispyramide möglich: Nahrung vom Direktvermarkter, Heizmaterial und Benzin aus der Landwirtschaft, regionalen Gesundheitskassen und zur Absicherung der neugewonnenen Kaufkraft in der Region die derzeit boomenden Regionalwährungen.
Wenn Bürger sich an regenerativen Energien – z.B. mit Solarparks - beteiligen und Bauern Energiewirte werden, dann kann ein normaler Landkreis mindestens 100 Mio. Euro jährlich an Kaufkraft dazugewinnen.
Referent Martin Schmidt-Bredow