Mittwoch, 20.10.2004, 19.00 Uhr:
Menschenrechte - Frauenrechte -
Landrechte
Frauen bauen die Nahrungsmittel an,
bereiten die Mahlzeiten zu, aber sie werden nicht satt.
Frauen sind weltweit zwar hauptsächlich für die Versorgung der Familien
zuständig, haben aber selbst oft keine Rechte.
Unsere
Referentinnen:
Irma Velasquez, Anthropologin, Guatemala
Rosangela
Piovizani Cordeiro, Landarbeiterinnenbewegung MMC,
Brasilien
Wo: EineWeltHaus, großer Saal E 01,
Schwanthalerstr. 80, München
Veranstalter: FIAN-Gruppe München, Ökumenisches
Büro für Frieden und Gerechtigkeit, Nord-Süd-Forum München
Näheres zu den
Referentinnen:
Irma Velasquez ist eine K’ichee’-Indígena aus
Quetzaltenango. In den letzten drei Jahren hat sie für ihre Doktorarbeit in
Anthropologie Feldforschung betrieben. Dabei hat sie die Gründe für den Aufbau
neuer Gemeinschaften des indigenen Volkes Mame untersucht. Drei dieser Gemeinden
hat sie intensiver begleitet, sie in technischen Bereichen beraten sowie
Fortbildungen für Frauen und indigene Führungspersönlichkeiten angeboten. Sie
hat als Freiwillige an Diskussions- und politischen Partizipationsprozessen der
Maya teilgenommen sowie zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen
Empowerment von K’ichee’-Frauen beigetragen. Ferner hat sie bei
unterschiedlichen Institutionen ehrenamtlich mitgearbeitet und sich auf
akademischer Ebene mit den Rechten der indigenen Gemeinschaften beschäftigt. Der
mangelnde Zugang zu Land stellt für sie eines der zentralen Elemente für die
Diskriminierung von Frauen in Guatemala dar.
Rosangela Piovizani
Cordeiro ist Landwirtin und engagiert sich seit Jahren in sozialen und
kirchlichen Bewegungen. Sie ist sowohl Mitglied der Koordination der
Landfrauenbewegung im Staat Roraima als auch in der Nationalen Koordination der
Landarbeiterinnenbewegung "Movimento de Mulheres Camponesas" (MMC). Sie ist
verantwortlich für die politische Artikulation und leitet das Büro der MMC in
Brasília.
In der Landarbeiterinnenbewegung MMC sind Landarbeiterinnen,
Landwirtinnen, Fischerinnen, Kokosnuss-Verarbeiterinnen, Landlose und Indigenas
aus allen Bundesstaaten Brasiliens organisiert. Die Bewegung machte in den
letzten Jahren die Situation der Landfrauen publik und setzt sich landesweit für
mehr Geschlechtergerechtigkeit ein. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehört die
Umsetzung eines Agrarreformprozesses, der den sozialen und wirtschaftlichen
Rechten der Landarbeiterinnen Rechnung trägt.
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Angelika Schaffrath
Rosario
FIAN-Gruppe München
Konrad-Peutinger-Str. 17
81373
München
Tel. 089 / 71 55 91
fian_muc@gmx.de
FIAN - Internationale Menschenrechtsorganisation
für das Recht, sich zu ernähren
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