Sozialforum München
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Veranstaltungen Dezember 2007

 

Donnerstag, 13. Dezember
20:00
REFUGIO München

Jour Fixe REFUGIO München
Menschenrecht auf Gesundheit: das Beispiel Zimbabwe
Referent:
Dr. Richard Bischoff, Mitarbeiter von REFUGIO München

Dr. Richard Bischoff arbeitet seit 1989 im zimbabwischen Gesundheitswesen, seit 2000 vorwiegend mit Opfern von Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen. Seit Ende letzten Jahres ist er Mitarbeiter von Refugio.
Von einem Arbeitsaufenthalt in Zimbabwe im Oktober/November hat er Eindrücke und Informationen mitgebracht: von Regierungs- und Missionskrankenhäusern, von Fahrten über Land, von Gesprächen mit früheren Kollegen, die immer noch versuchen, eine medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten, und von einem Kongress der Zimbabwe Doctors for Human Rights.
Wie schätzen seine Gesprächspartner die Zukunftsperspektiven Zimbabwes ein? Wie können interessierte Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialarbeiter praktische Solidarität üben mit ihren zimbabwischen Kollegen, für die Gesundheitsversorgung und Menschenrechtsarbeit zwei Seiten derselben Medaille sind?
Wir meinen, dass das Beispiel Zimbabwe auch Fragen aufwerfen kann im Zusammenhang von Menschenrechten und Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Veranstalter:
REFUGIO München

Mittwoch, 12. Dezember
15:30
H&M-Regionalbüro, Kaufingerstr. 18


Zwei Betriebsrätinnen gekündigt - Ver.di ruft auf zum Protest gegen H&M

Protestaufruf

Veranstalter:
Ver.di München

Montag, 10. Dezember
19:00
EineWeltHaus

offenes Plenum Sozialforum München


Themen:
- Aktionswoche vom 21. – 26. Januar 2008
- Volksbegehren zur Verhinderung des Transrapid
- Grobplanung für 2008

Einladung
Flyer "Friedenspolitischer Kongress zum Internationalen Global Action Day 2008"

Zu dem Plenum sind alle eingeladen.

Veranstalter:
Sozialforum München

Freitag, 7. Dezember
19:30
EineWeltHaus

Eintritt 3 / 2 Euro

Podiumsdiskussion zum Tag der Menschenrechte
Recht auf Land und Nahrungsmittel - ein Menschenrecht
Auf dem Podium:
Renate Börger (Moderation),
Christopher Hak, Casa do Brasil;
Katja Maurer, Medico International

Gegenüber den anerkannten Menschenrechten wie Freiheit und Gleichheit bleiben die sozialen Menschenrechte in der Öffentlichkeit zumeist unberücksichtigt. Ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, bestellbares Land, ein gesicherter Arbeitsplatz mit menschenwürdiger Entlohnung - all diese Voraussetzungen für soziale Gerechtigkeit sind uns als fundamentale Grundrechte nicht präsent. In der Politik ist es nicht anders: Im neuen UN-Menschenrechtsrat streiten sich zum Beispiel die Mitgliedsländer darüber, ob soziale Rechte überhaupt als Menschenrechte gelten dürfen. Dass diese Frage die Arbeit des Rats seit seiner Gründung blockiert, ist verständlich, denn welches Land möchte auch noch für weltweite Verletzungen dieses Menschenrechts verantwortlich gemacht werden?

Während sich das Interkulturelle Forum in seiner letztjährigen Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember den "klassischen" Menschenrechten widmete, wollen wir dieses Jahr den Schutz der sozialen Menschenrechte zum Thema machen. Der Schwerpunkt soll dabei auf dem Recht auf Land liegen. Zum einen haben Landreformen in der Geschichte bis heute immer eine zentrale Rolle im Modernisierungsprozess von Gesellschaften gespielt. Zum anderen ist der Kampf um Boden auch der aktuelle Ausgangspunkt der sozialen Bewegungen in den Ländern der Dritten Welt. In den Landlosenbewegungen haben sich inzwischen weltweit viele Kräfte vernetzt. Sie setzen sich - jenseits von Politik und Parteien - von der Basis der betroffenen Bevölkerung aus für soziale Gerechtigkeit ein.
Am Beispiel der Länder Brasilien und Venezuela soll über Erfahrungen mit verschiedenen Konzepten einer Agrarreform und deren Entwicklung berichtet werden. Vertreter von Organisationen, die in den Landlosenbewegungen aktiv sind, werden dann Perspektiven aufzeigen, wie derzeit und in Zukunft das Recht auf Land und Nahrungsmittel wirkungsvoll eingefordert werden kann. Daran wird sich eine gemeinsame Diskussion anschließen.

Veranstalter:
Interkulturelles Forum e.V. in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung, InWent, Kulturreferat der LH München, Kath. Fonds, FA KED

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